Autor Samira Aguerguan, 20.02.20 11:12

Nur weil ein Unternehmen eine weithin beliebte Unternehmensmarke hat, bedeutet das nicht zwingend, dass die Organisation als grossartiger Arbeitsplatz wahrgenommen wird. Erfahre hier, wie sich deine Arbeitgebermarke von deiner Brand unterscheidet.


Was ist der Unterschied zwischen Arbeitgebermarke und Verbrauchermarke?

Eine erfolgreiche Marke erfüllt viele wichtige Zwecke. Sie ist ein Leistungsversprechen. Sie vermittelt den Kunden ein positives Bild von deinem Unternehmen und deinen Produkten oder Dienstleistungen. Sie bildet das Fundament für eine erfolgreiche Strategie. Die meisten Unternehmen investieren unglaublich viel Energie und Geld in die Entwicklung und Aufrechterhaltung ihrer Marke. Wenn es mit deiner Unternehmensmarke bergab geht, hast du ein Problem.

 

Deine Arbeitgebermarke ist etwas völlig anderes, wobei doch gewisse Gemeinsamkeiten bestehen. Die Zielgruppen deiner Unternehmens- und Arbeitgebermarke überschneiden sich möglicherweise, können aber auch völlig unterschiedlich sein. Wenn du zum Beispiel High-End-Server herstellst, wären nur wenige bzw. keine deiner Mitarbeitenden in der Zielgruppe deiner Produktwerbung. Das Bild, das deine Mitarbeitenden von deiner Marke haben, ist möglicherweise völlig anders als das potenzieller Kunden. Deine Arbeitgebermarke kann jedoch für deinen Rekrutierungserfolg ebenso bedeutend sein wie deine Unternehmensmarke für deinen Markterfolg.

 

Wenn du in letzter Zeit versucht hast, in einem der «angesagten» Bereiche wie Mobile, Analytik, Cloud, Sicherheit usw. IT-Experten einzustellen, weisst du, wie schwierig es sein kann. Nachdem die Nachfrage im Gegensatz zur Verfügbarkeit von Experten stark zugenommen hat, haben talentierte Kandidaten auf Arbeitssuche oft die Qual der Wahl. Leider wirst du trotz der innovativsten und spannendsten Technologien Probleme haben, gute Talente einzustellen, wenn dein Unternehmen am Arbeitsmarkt als biederer oder langweiliger Arbeitgeber wahrgenommen wird. Wenn deine Unternehmensmarke einen guten Ruf hat, heisst das nicht automatisch, dass dein Unternehmen auch als guter Arbeitgeber wahrgenommen wird.

 

Es ist wichtig, zu verstehen, wie dein Unternehmen von Bewerbern als potenzieller Arbeitgeber wahrgenommen wird. Jede Interaktion zwischen deinem Unternehmen und potenziellen zukünftigen Mitarbeiterinnen hat Einfluss auf deine Arbeitgebermarke. Auch der Kontakt zu deinen derzeitigen Angestellten, deine Kommunikationsmaterialien und Medien, dein Einstellungsprozess usw. haben einen Einfluss. Wenn du deiner Arbeitgebermarke genauso viel Aufmerksamkeit zukommen lässt wie deiner Unternehmensmarke, kannst du bei der Personalbeschaffung Zeit sparen, dein Unternehmen von der Konkurrenz abheben und die zum Erreichen deiner Unternehmensziele erforderlichen hochwertigen Talente anziehen und halten. 

 

Mit gut durchdachten und systematisch ausgeführten Employer-Branding-Programmen können sich sogar Unternehmen in langsameren, konservativeren Branchen einen Ruf als hervorragenden Arbeitsplatz aufbauen, der potenziellen Bewerbern interessante, berreichernde und innvoative Möglichkeiten bietet.

 

Die Randstad Employer Brand Research ist eine Studie im Bereich der Arbeitgeber-Markenbildung und gibt dir wertvolle Erkenntnisse darüber, was Schweizer Arbeitnehmer in einem Arbeitgeber suchen. 

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