Autor Thomas Rohr, 11.12.18 13:43

Jahresendgespräch, Zukunftsplanung, Förderungsaustausch, Rückblick und viele Worte mehr wurden kreiert, um dem Gespräch zwischen Chef und Mitarbeiter einen klingenden Namen zu geben. Ich appelliere in diesem Blog an dich; bereite dich vor, verkaufe dich und zeige wo du hin willst. Denn wenn beide Parteien  dieses Gespräch gleichermassen ernst nehmen, bietet es eine grossartige Plattform für Transparenz, Anerkennung und Vertrauen.

Termin einhalten

Im denkbar schlechtesten Fall hast du nur ein einziges Mal im Jahr die Möglichkeit, mit deinem Chef über dich und deine Karriereziele zu sprechen. Umso verständlicher ist es, wenn dich das Gespräch dann nervös macht und kaum angefangen, dir schon wünschst es wäre bereits vorbei. Wenn du dir nicht während des Jahres bereits Notizen zur Vorbereitung gemacht hast, dann beginne damit, wenn das Datum für den Termin steht. Um gegenseitig zu signalisieren, dass das Gespräch wichtig ist, muss der Termin unbedingt eingehalten werden. Eine mehrmalige Verschiebung oder gar Verkürzung dieses Gespräches bringt das Ganze bereits zum Start in eine Schieflage.

Vorbereitung ist alles

Reflektiere die junge Vergangenheit genau und schriftlich, egal ob dein/e Vorgesetzte/r dir schon die Fragen gegeben hat oder du keinen Leitfaden bekommen hast. Wenn du dir noch einmal bewusst wirst, welche wichtigen Ziele du erreicht hast (oder eben auch nicht), wirst du weniger überrascht und kannst das Gespräch souverän meistern.

Deine Chance zum Feedback

Vergiss nicht, solche Gespräche sind auch dazu da, deinem/deiner Vorgesetzten zu sagen, wie du sie oder ihn erlebst. Überlege dir genau, ob du deines Lobes voll sein willst oder du nicht auch sachlich Kritik äussern möchtest. Es muss nicht heissen, dass sich danach alles sofort ändert, doch du hast etwas getan, um letztendlich nicht sagen zu müssen: «Hätte ich es doch angesprochen».

Weiter geht’s

Die Vergangenheit kann man nicht mehr ändern, schau also fokussiert voraus. Gib deinem Chef zu spüren weshalb du gefördert werden solltest, warum genau du beim nächsten Projekt den Lead haben solltest oder habe Argumente bereit für die Lohnverhandlung. Forderungen stossen im ersten Moment oft auf Widerstand, beziehungsweise führen zu unangenehmen Rückfragen von deinem/deiner Vorgesetzten. Sei also darauf vorbereitet und frage dich, was dir wohl auf deine Forderungen entgegengesetzt werden könnte.

Keine Emotionen

Ganz wichtig: keine emotionalen Ausrutscher! Hüte dich vor Anschuldigungen, Vorwürfen oder Sichtweisen für die keine Argumente oder Erklärungen vorliegen. Es ist auch nicht der richtige Zeitpunkt deine Arbeitskollegen in die Pfanne zu hauen. Sei dir aber bewusst, dass du auf ein unangenehmes Thema angesprochen werden könntest und halte die Fakten bereit.

 

Du siehst, ein erfolgreiches Gespräch liegt in der Vorbereitung. Betrachte es nicht wie einen Termin beim Zahnarzt, betrachte es als deine Chance dich zu positionieren und die Weichen für die Zukunft zu stellen. Ich habe dir ein paar Fragen zusammengestellt die dich bei der Vorbereitung unterstützen können. Ist dein Gespräch bereits vorbei? Dann erstelle eine Liste auf der du das kommende Jahr immer wieder positive und negative Punkte festhalten kannst. Das ist für deinen nächsten Austausch Gold wert.

Download: Vorbereitungsfragen für dein Jahresendgespräch

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