Autor Thomas Rohr, 06.03.18 11:29

Es heisst dann oft: «Ja wissen Sie, der Fachkräftemangel!» Ich bin mir ziemlich sicher, du hast diesen Satz schon gehört. Doch gibt es den Fachkräftemangel wirklich oder schützt man sich hinter diesem Begriff? Lass mich anders beginnen. Vielleicht ist es sinnvoll, den Blick nicht auf die Mitarbeitenden zu richten die kommen sollten, sondern auf diejenigen, die gehen, gegangen sind oder bald gehen wollen. 

Förderung eigener Fachkräfte

Wird aktiv und unternimm etwas, um als Arbeitgeber die Attraktivität  für Mitarbeitende zu halten oder gar zu steigern. Das Gehalt ist nicht das einzige Kriterium, völlig einverstanden, aber es ist ein Kriterium das nicht irrelevant ist und kritisch betrachtet werden sollte. Natürlich können nur ganz wenige Unternehmen die Preise ihrer Produkte kurzfristig anheben, um höhere Löhne zu bezahlen. Verbreitet setzen KMU deshalb beispielsweise auf die Aus- und Weiterbildung und fördern bereits die Lernenden in ganz bestimmte Fachrichtungen. Ebenfalls werden die älteren, erfahrenen Fachkräfte immer öfter über das ordentliche Pensionsalter hinaus beschäftigt. Klar, nicht alle wollen länger arbeiten als sie müssen und man kann sich auch nicht mit einem Online Kurs mal schnell Wissen über das Konstruieren von Autobahnbrücken aneignen. Deshalb muss der Fachkräftemangel differenziert betrachtet werden.


Differenzierung ist entscheidend

Verschiedene Analysten stellen fest, dass das Angebot an Fachkräften im Ingenieurwesen, dem Technik-, Informatik- oder Rechtsbereich und im oberen Sektor der Gesundheitsberufe definitiv mangelhaft ist. Weniger jedoch, oder nicht mehr so ausgeprägt ist der Mangel an Fachpersonal in den Pflegeberufen sowie im Bildungs- und Sozialwesen. Dort konnte man mit Quereinsteigern gut entgegenwirken. In diesen Branchen wurde der drohende Mangel an Fachkräften früh erkannt und der Wechsel von einer anderen Branche wurde attraktiv gestaltet. Doch nicht alle Branchen können von einem solchen Weiterbildungsangebot profitieren und somit bleibt der Mangel länger bestehen.


Unterschiedliche Einflüsse auf den Fachkräftemangel

Es gibt ihn also, den Fachkräftemangel. Es ist nur sehr vorsichtig mit dem Begriff umzugehen. Bei der Credit Suisse gibt es zufriedene Fachkräfte, die sich die Zeit genommen haben, alles etwas genauer zu analysieren. Finde im Bericht der Credit Suisse heraus, welchen Einfluss die Digitalisierung, der Stadt-Land-Unterschied oder die Grenzgänger auf den Fachkräftemangel haben. Oder lies die Ergebnisse der Employer Brand Research, um zu erfahren, was Fachkräfte in attraktiven Arbeitgebern suchen.

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