Autor Nadja Hansen, 12.06.18 11:40

In Teil 1 dieser Blog-Serie habe ich darüber berichtet, warum EQ eine so essentielle Rolle in unseren Leben spielt. Nun möchte ich dir aufzeigen, wie du deine Emotionale Intelligenz stärken kannst.

Emotionale Intelligenz - Kontrolliere Dein Glück und Erfolg

Emotionale Intelligenz ist das "gute Verständnis von sich selbst, Selbstkontrolle, Empathie und ein natürliches Verständnis für die Entscheidungen, Bedürfnisse und Wünsche der Menschen".


Wir sprechen von drei Komponenten:

  • Emotionale Selbstwahrnehmung
  • Selbsteinschätzung
  • Selbstvertrauen

Emotionale Selbstwahrnehmung bedeutet, die eigenen Gefühle zu verstehen - eine echte Challenge! Emotionen sind immer in Bewegung. Sie festzunageln und zu analysieren ist also nicht ganz so simpel. Das SASHET Modell kann dich dabei unterstützen. SASHET steht für die sechs Familien der Gefühle: traurig, wütend, ängstlich, fröhlich, aufgeregt und liebevoll und ist sicher ein guter Anfang, wenn du herausfinden möchtest, in welcher Familie du dich gerade befindest.

Download:  SASHET-Guide


Der nächste Schritt ist die Selbsteinschätzung zu meistern, die Fähigkeit, eigene Stärken und Schwächen zu erkennen und zu erforschen. Bei der Selbsteinschätzung geht es auch darum, Feedback zu sich selbst und zum eigenen Verhalten zu hören, zuzulassen und sich entsprechend zu verbessern.  


Selbstvertrauen, das sich aus der Selbsteinschätzung heraus bildet, bedeutet, dass man in der Lage ist, seine Fassung zu bewahren, völlig unabhängig von der Situation. Eine Person mit hohem Vertrauen in sich selbst, ist zu jeder Zeit in Kontrolle seiner selbst. Du bist somit in in der Lage, in jeder Situation für dich und andere Menschen, angemessen zu reagieren.


Selbstmanagement, ein integraler Bestandteil der emotionalen Intelligenz

Selbstmanagement ermöglicht dir zu verhindern, dass deine Emotionen dein Verhalten dominieren. Emotionen können leicht die Zügel in die Hand nehmen, vor allem, weil die Amygdala, der reaktive Teil deines Gehirns, schneller ist als der Neokortex, der Teil der das logische Denken steuert. So kann es zu emotionalen Aus- oder Zusammenbrüchen kommen.

Ein effektives Selbstmanagement erfordert zudem auch Selbstkontrolle. Selbstbeherrschung ist die Fähigkeit, ruhig zu bleiben, selbst wenn deine Emotionen überhand nehmen. Es ist manchmal schwierig, doch diese 3 Techniken werden dir helfen, cool zu bleiben:


  1. Emotionen werden durch konkrete Ereignisse (Trigger) ausgelöst - identifiziere sie! Du kannst diese Emotionen dann angehen und sie unter Kontrolle bringen, bevor sie die Kontrolle über dich übernehmen.
  2. Reduziere Stress und passe sowohl mental als auch physisch auf dich auf! Denn unser Körper zeigt uns genau an, wie es uns geht und was wir empfinden – sowohl wenn es uns gut geht, als auch wenn wir unter Stress stehen.
  3. Stelle abschliessend sicher, dass du ein gesundes Support-Netzwerk hast. Sprich mit deinen Freunden, wenn du Hilfe benötigst, um deine Gefühle zu managen und wenn du Feedback zu deinem Verhalten wünschst.

In meinem nächsten Blog erfährst du mehr darüber, wie deine Wahrnehmung zu Beziehungen dein Arbeitsumfeld positiv beeinflussen kann.

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